13.06.2008 | Theater
Neue Stücke von Marius von Mayenburg
"Der Stein" 5 D, 1 H 1934. Eine jüdische Familie muss ihr Haus in Dresden verkaufen. Das Geschäft wird niemandem Glück bringen. Mit den politischen Systemen wechseln in den folgenden Jahrzehnten auch die Hausbewohner. Das Stück zeichnet verschlungene Lebenslinien bis in die 90er Jahre nach. Im Zentrum stehen dabei Mutter und Tochter der Familie, die das Haus in den 30ern erwarb. Es geht um vielfältige Ansprüche, moralischer, rechtlicher und ganz praktischer Art, um profanes Besitzstreben und um das Nichtloswerden von ‚Vergangenheit‛. Schuld und Verdrängung werden deutlich, eine lange aufrechterhaltene Familienlegende zerbricht. Und immer wieder sind es dabei die Frauen, die das Leben meistern müssen, während sich die Männer davongemacht haben. Mit kühnen Zeitsprüngen und widersprüchlichen Figuren vergegenwärtigt MARIUS VON MAYENBURGs neues Stück exemplarische Konflikte der deutschen Geschichte. Uraufführung 31.7.2008 Salzburger Festspiele, Regie Ingo Berk, Koproduktion mit der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin.
"Der Hund, die Nacht und das Messer" 2 D, 1 H Ein Mann, im Stück nur „M" genannt, hat sich in der nächtlichen Stadt heillos verlaufen. Er war bei Freunden zum Essen eingeladen, jetzt steht er in einer dunklen Straße und weiß nicht weiter. Rätselhafte Figuren greifen ihm plötzlich nach Leib und Seele. Eine aberwitzige Flucht beginnt. Raum, Zeit und Individuen geraten in eine zerstörerische Auflösung. Ein surreales Drama, in dem der Tod beiläufig Zerstörungen in den Alltag schneidet und ein unmenschlicher Hunger gestillt werden muss. Uraufführung: 25.05.2008, Schaubühne Berlin, Regie: Benedict Andrews. Weitere Inszenierungen sind u.a. in Zürich und in Aalen geplant.
"Freie Sicht" Besetzung: variabel ("Ein Schwarm") Ein Stück über den Verlust innerer Sicherheiten: „Wir hoffen, dass nichts passiert.“ – Erwachsene tauschen sich über beunruhigende Verhaltensänderungen ihrer Kinder aus. Gleichzeitig geht eine diffuse Angst vor Terror um. Kontrollverlust bestimmt den Blick auf Sichergeglaubtes. Geht von den Kindern eine reale Bedrohung aus oder hat sich hier eine Sorge nur paranoid verselbständigt? Wo lauern Gefahr und Gewalt? Auf den Spielplätzen? In den Köpfen der Erwachsenen? Soll man die Polizei rufen? Mayenburgs dramatische Textfläche, als Auftragswerk des Malthouse Theatre in Melbourne entwickelt, verschneidet Motive einer allgemeinen gesellschaftlichen Verunsicherung zu einer atemlosen Spielvorlage. Bis sich in der hysterisierten Atmosphäre ein Schuss löst. Uraufführung 29.2.08 während des Adelaide Festivals, Produktion Malthous Theatre, Melbourne, Regie Benedict Andrews ("Moving Target" – Englisch von Maja Zade). Frei zur Deutschen Erstaufführung. (Foto: Iko Freese / DRAMA)
 
25.04.2019 | Theater | Premiere
"Peng" erobert Europa
Marius von Mayenburg in Reykjavík und Stavanger
"Peng" scheint einen europäischen Nerv zu treffen ... 

21.09.2018 | Theater
"They Write Darn Good Plays. They Direct Them, Too."
Yael Ronen und Marius von Mayenburg im Fokus der New York Times
"...a crop of brand new works by playwright-directors is lighting up stages in Berlin and Frankfurt,..." (NYTimes) 

12.05.2018 | Theater | Premiere
19. Mai URAUFFÜHRUNG am Schauspiel Frankfurt
MARS von Marius von Mayenburg
"Die Menschen sind glücklich heute, die Sonne wärmt sie, und die Wärme auf ihrer Haut erinnert sie daran, daß sie auch mal dazugehört haben, daß sie auch mal Teil davon waren, früher..." (aus MARS) 

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