19.10.2017 | Theater
Mateja Koležnik ist für den NESTROY-Preis nominiert
Die Regisseurin ist mit Ihrer Produktion "Die Wildente" von Ibsen in der Kategorie Beste Regie Schauspiel nominiert
Mit dem NESTROY-Preis werden seit dem Jahr 2000 herausragende Leistungen an den Wiener und den anderen österreichischen Bühnen ausgezeichnet. Dazu gehören auch Eigenproduktionen der Frühjahrs- und Sommer-Festivals (Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele). Um zu dokumentieren, dass sich das österreichische und speziell das Wiener Theater als Teil der deutschsprachigen Theaterwelt versteht, wird der Preis für die "Beste Aufführung" überregional vergeben.

Die 18. Gala, veranstaltet vom Wiener Bühnenverein, findet am Montag, 13. November 2017 im Wiener Ronacher statt. In 13 Kategorien werden die NESTROYs vergeben, Mateja Koležnik ist in der Kategorie Beste Regie mit der Produktion "Die Wildente" nominiert.

Die Begründung der Jury: "Auch so geht Ibsen. Man nehme einen seiner klassischen Stoffe, reduziere ihn auf seine Essenz, transportiere ihn klug ins Heute und fertig ist ein Theaterereignis. Genau ein solches hat die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik bei ihrem Debüt im Theater in der Josefstadt mit Henrik Ibsens "Wildente" geschaffen. Mateja Koležnik hat den gesamten ersten Akt gestrichen, verzichtet auch sonst auf jedes überflüssige, verbale Geplänkel und verordnet Ibsen eine radikale Frischzellenkur. Um die Familiengeschichte als beklemmendes Sozial- und Psychodrama nachzuerzählen, reichen ihr und dem fulminanten Ensemble (Gerti Drassl und Maresi Riegner sind ebenfalls für den NESTROY nominiert) 80 Minuten. Die aber haben es in sich. Ibsen schonungslos und direkt. Das ist Theater pur. (Peter Jarolin)"

Die Verleihung am Montag, den 13. November, wird in ORF III live - zeitversetzt um 20.15 Uhr in voller Länge übertragen, die Höhepunkte der Gala werden im Rahmen des Kulturmontags in ORF2 gezeigt.