10.04.2018 | Hörspiel | Erstsendung im Radio
"Matildas letzter Sommer" Hörspiel nach Mary Wesley
Eine Selbstmörderin und ein Muttermörder
Eine burschikose Selbstmörderin von knapp 60 Jahren und ein gesuchter Muttermörder. Sie heißt Matilda Poliport, er Hugh Warner. Sie haben sich gegenseitig den Sprung von der Brücke vermasselt und sich unbeabsichtigt ein Stück Verlängerung geschenkt. Matilda nimmt den viele Jahre jüngeren Mann mit in ihr Haus, in dem außer einem lapidaren Abschiedsbrief nichts mehr an sie erinnern sollte. Dort kann er sich verstecken oder Matilda umbringen. Es ist ihr egal. Behauptet sie zumindest und spürt, wie sie schon wieder anfängt, sich zu kümmern. Um den Ganther Gus, um einen dahergelaufenen Hund, ums Essen und Trinken und um diesen verdammten Muttermörder, mit dem eine absurd intensive Beziehung beginnt.

Mit Hedi Kriegeskotte, Barnaby Metschurat, Michael Evers und Winfried Glatzeder
Hörspielbearbeitung Andrea Czesienski
Aus dem Englischen von Benjamin Schwarz
Komposition Maria und Michael Hinze, Regie Steffen Moratz
Deutschlandfunk Kultur 2018, Länge 58'35
Ursendung 16.04.2018, 21:30 Uhr, kurzfristige Wiederholung DLF 21.04.2018, 0:05 Uhr

Mary Wesley (1912 - 2002) schrieb ihren ersten Roman mit knapp siebzig Jahren.
"Matildas letzter Sommer" (1983 "Jumping the Queue") war der Beginn ihrer späten Karriere als Bestsellerautorin. Ihre brillanten, unkonventionellen Porträts der Oberschicht werden mit der Prosa von Muriel Spark und Jane Austen verglichen.