08.10.2018 | Hörspiel | Erstsendung im Radio
Heiner Müllers DER BAU als Hörspiel beim MDR
Im Zeitenstrom zwischen ‚Eiszeit und Kommune‘
Bild: henschel SCHAUSPIEL
"Der Bau ist ein Stück über die Zerstörung der Landschaft durch Utopie." (Heiner Müller)

1963 bekam Müller vom DT Berlin den Auftrag, Erik Neutschs "Spur der Steine" zu dramatisieren. Ein Stück über den Bau des Wasserwerks auf der mitteldeutschen Großbaustelle Leuna II. Gegen Materialengpässe und fehlenden Planungsvorlauf versucht die anarchistische Zimmermannsbrigade Barka diesen utopischen Bau durchzukämpfen. "Wildwestmethoden" kontra neuem Parteisekretär, alter Bauleiter im Clinch mit Ingenieursabsolventen voller Theorie und Ideale. Doch das Stück über "Produktivität und die Lust an Produktivität" wurde der poetische Gegenentwurf zum sozialistischen Bestseller. Erst 1980 wurde es uraufgeführt. Nun hat der MDR das brisante Werk fürs Hörspiel neu interpretiert. "Eingespannt zwischen den Beschleunigungsstrategien der Akzelerationisten und der haushaltenden Gemütlichkeit derjenigen, für die Arbeitszeit vor allem auch Lebenszeit ist." (Zitat MDR)

"Die Zukunft hat einen weiten Schoß, ich kann warten auf die Schrecknisse, die sie für uns bereithält."

Sprecher: Thilo Werner - Donat, Bernhard Schütz - Belfert, Marina Frenk - Schlee, Maximilian Brauer - Hasselbein, Jörg Schüttauf - Barka, Mirco Kreibich - Gablonski, Florian Lukas - Klamann, Martin Reinke - Bolbig, Stephan Grossmann - Dreier, Michael Wittenborn - Bezirkssekretär, Jürgen Holtz - Alter Genosse, Valery Tscheplanowa - Erzählerin, Conny Wolter - Sekretärin

Bearbeitung und Regie Stafan Kanis
Produktion MDR 2018, Erstsendung 08.10.2018
75'
 
01.04.2019 | Theater | Premiere
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oder Das Leben auf dem Lande
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07.01.2019 | Theater
Am 9. Januar wäre Heiner Müller 90 Jahre alt geworden.
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Veranstaltungen auf der Bühne und im Rundfunk anlässlich des Geburtstages 

28.11.2018 | Theater | Premiere
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PREMIERE am Berliner Ensemble am 29.11.2018
„Ich kenne keine Bearbeitung, die das, was das Stück ist, das Finsterste, das Düsterste von Shakespeare, so verstärkt wie die Übersetzung von Heiner Müller." (Michael Thalheimer) 

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