03.01.2019 | Hörspiel | Radiotipp
Werner Buhss - Ein Radio-Porträt
eine postume Würdigung von Matthias Thalheim
Zu seinem 70. Geburtstag am 14. Januar 2019 sollte es ein ausführliches Gespräch geben zwischen Werner Buhss und Matthias Thalheim. Noch einmal die raue Stimme dieses außerordentlichen Schriftstellers und Übersetzers hören. Aber am 7. Oktober 2018 starb Werner Buhss in seiner Berliner Wohnung. Sein Freund und enger Arbeitskollege, der Hörspielleiter des MDR, Matthias Thalheim, eröffnete seinen Nachruf mit dem Satz: "Seine Stimme klang wie von einer Arktis-Expedition herrührend, sein kehliges Gelächter wie ein Möwenschwarm. Sein ostinater Redefluss, den auch die Nachtank-Schlucke aus dem Weißweinglas, seine flüchtigen Züge an der Lulle nicht unterbrechen konnten, schien die ihm in die Wiege gelegte Daseins-Form zu sein. Nur wenige Zechgenossen hatten eine etwaige Ahnung davon, dass ein Mann wie Buhss, der so viel redete, auch noch einmal doppelt so viel schrieb: Über 40 Hörspiele, zwei Dutzend Bühnenstücke und 30 Nachdichtungen von Werken großer Dramatiker wie Goldoni, Gogol, Shakespeare oder Tschechow. ..." Der MDR sendet das Portrait nach dem Hörspiel "O, der du alles bedenkst, Tiresias" (MDR 2002, Regie Götz Fritsch).