17.06.2010 | Theater
"we are blood" von Fritz Kater
In seinem neuen Stück setzt FRITZ KATER den von Krankheit befallenen Körper mit gesellschaftlich verursachten Naturkatastrophen in Beziehung. Beide Systeme leisten jedes auf seine Art Widerstand gegen zu starke Eingriffe von außen. Katers Blick auf seine Figuren und ihr Verhältnis zu sich und ihrer Umwelt ist dabei nicht fatalistisch, sondern suggeriert den möglichen Wunsch, scheinbar Unmögliches zu wünschen: Eine andere Welt.

„Drei Jahre lang haben Soziologen, Ethnologen und Kulturwissenschaftler in und um Wittenberge herum die Beziehungen derer, die nicht gegangen sind, erforscht und versucht, die Fliehkräfte zu fassen. Fritz Kater hat daraus einen Text destilliert, der in seiner narrativen wie bildhaften Überfrachtung, in seiner anarchisch-grotesken Grundstruktur ein typischer Kater-Text geworden ist. Einer seiner stichhaltigsten, verstörendsten, kraftvollsten." (Jürgen Otten in der Frankfurter Rundschau am 6.05.2010)