28.04.2006 | Theater
Autorenporträt: Marius von Mayenburg
Geboren 1972 in München. Studium der Altgermanistik. Seit 1992 in Berlin. Studium an der Hochschule der Künste. Kleist-Förderpreis für Junge Dramatiker 1997 und Preis der Frankfurter Autorenstiftung 1998 für „Feuergesicht“. Dramaturgie-Mitarbeit an der „Baracke“ des Deutschen Theaters, seit 1999 Dramaturg und Hausautor an der Schaubühne am Lehniner Platz. „Als Zuschauer sitze ich dann gern im Theater, wenn es mich verführt, dort hinzusehen, wo ich sonst wegschaue, wenn ich mich mit Personen und Handlungsweisen identifiziere, die mir sonst fremd und vielleicht sogar zuwider sind, und ich auf diese Weise etwas über mich selbst erfahre – auch wenn das heißt, daß mich mehr mit den anderen Menschen verbindet, als mir lieb ist.“ Der Autor über sein neues Stück Augenlicht: Wenn man von der Straße aus die Hauswand hinaufblickt, sieht man ein zugemauertes Fenster. Siebzehn Jahre ist es her, da hat ein Maurer den Fensterstock herausgebrochen und die Öffnung mit Ziegelsteinen verschlossen. Inzwischen hat man sich an den Anblick gewöhnt. Vor ein paar Monaten hat dann ein Krankenwagen vor der Tür gehalten, und sie haben Frau Walter weggebracht. Seither lebt Herr Walter allein in der Wohnung mit dem zugemauerten Fenster. Julia meldet sich wegen seiner Kleinanzeige: „Suche diskrete Person, die in der Lage ist, einen Haushalt mit gehobenem Anspruch zu führen.“ Schon nach kurzer Zeit spürt sie, daß in der Wohnung seltsame Dinge geschehen. Sie wird angehalten, sich so leise wie möglich zu bewegen, jeden Tag muß sie das gleiche Essen kochen, und in der Wäsche findet sie verschmierte Frauenkleidung. Am meisten beunruhigt sie die verschlossene Tür, die sie nicht öffnen darf. Hier steht sie manchmal und lauscht auf die merkwürdigen Geräusche, die aus dem Zimmer dringen, wo das Fenster zugemauert ist … (Die Uraufführung fand am 15. März 2006 an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin statt, Regie Ingo Berk) Weitere Stücke (Auswahl): TURISTA – UA 17. 5. 2005 als Koproduktion der Schaubühne Berlin mit den Wiener Festwochen und dem Toneelhuis Antwerpen, Regie Luk Perceval ELDORADO – UA 11. 12. 2004 Schaubühne Berlin, Regie Thomas Ostermeier, Inszenierungen u. a. in Prag, Wuppertal, Essen, Köln, Melbourne DAS KALTE KIND– UA 7. 12. 2002 Schaubühne Berlin, Regie Luk Perceval, Zahlreiche Inszenierungen u. a. in D, B, DK, N, PL, H, SK HAARMANN – UA 24. 2. 2001 Schauspiel Hannover, Regie Michael Talke, Inszenierungen in Deutschland, Belgien, Polen und Frankreich PARASITEN– UA 18. 5. 2001 Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie Thomas Ostermeier, 14 deutschsprachige Inszenierungen, Übersetzungen in mehr als 20 Sprachen FEUERGESICHT – UA 10. 10. 1998 Münchner Kammerspiele, Regie Jan Bosse, über 40 deutsprachige Inszenierungen, übersetzt in mehr als 25 Sprachen
 
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"Peng" scheint einen europäischen Nerv zu treffen ... 

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"...a crop of brand new works by playwright-directors is lighting up stages in Berlin and Frankfurt,..." (NYTimes) 

12.05.2018 | Theater | Premiere
19. Mai URAUFFÜHRUNG am Schauspiel Frankfurt
MARS von Marius von Mayenburg
"Die Menschen sind glücklich heute, die Sonne wärmt sie, und die Wärme auf ihrer Haut erinnert sie daran, daß sie auch mal dazugehört haben, daß sie auch mal Teil davon waren, früher..." (aus MARS) 

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