31.03.2014 | Film
"Neufeld, mitkommen!" am 02.04.2014 in der ARD
Die Geschichte beginnt, nachdem das Schlimmste vermeintlich vorbei ist. Nick Neufeld ist von seinen Mitschülern gemobbt worden. Sie haben ihn geschlagen, gedemütigt und misshandelt. Er konnte mit keinem darüber reden. Die Lehrer schauten weg. Seine Eltern bemerkten endlich seine Qualen und zeigten die Täter an. Aber das Gericht verhängte nur eine milde Strafe, es sind ja schließlich Jugendliche. Und nun soll das Leben weitergehen.

Nick soll wieder zur Schule gehen – zusammen mit seinen Peinigern. Beate und Martin, Nicks Eltern, sollen weiter leben und arbeiten in ihrer Kleinstadt – mit den Jungen, die ihren Sohn so drangsaliert haben, mit deren Eltern, mit den Lehrern, mit allen, die geschwiegen haben. Während Martin tapfer versucht zu verdrängen und in sein altes Dasein zurückzukehren, beginnt Beate zu kämpfen. Wenn es das Gericht schon nicht tut, will wenigstens sie diejenigen zur Verantwortung ziehen, die ihrer Meinung nach den Mund hätten aufmachen müssen.

Getrieben vom Verlangen nach Genugtuung und auch von dem Schuldgefühl, selbst zu spät reagiert zu haben, rennt sie gegen Wände. Niemand will seine Schuld eingestehen, alle wollen schweigen, vergessen. Auch ihr eigener Mann und Nick erst recht. Aber der kann nicht vergessen, der ist traumatisiert. Beate jedoch steigert sich immer mehr in die Mission, die sie sich selbst auferlegt hat. Bis die Verarbeitung dieses Traumas zur Zerreißprobe für die Familie wird.

(Quelle: ARD)

Regie führte Tim Trageser. Das Drehbuch schrieben KATHI LIERS und JANA SIMON.