Der Aufenthalt
1984
Der junge deutsche Kriegsgefangene Mark Niebuhr, ehemaliger Grenadier eines Infanteriebataillons, kommt mit einem Transport im Oktober 1945 auf dem Warschauer Güterbahnhof an. Eine Polin glaubt, in ihm einen SS-Mann wiederzuerkennen, der ihre Tochter ermordet hat. Er wird von der Gruppe isoliert, nicht wissend warum, kommt in Einzelhaft, ist allein mit seiner Angst. Die Untersuchung führt ein ebenso junger polnischer Leutnant. Nach vier Monaten kommt Mark in eine Zelle mit polnischen Gefangenen, die ihm hasserfüllt gegenübertreten. Beim Arbeitseinsatz in der Warschauer Trümmerlandschaft muss er die höchsten gefährlichen Mauern abtragen. Er rettet ein Kind, bricht sich dabei den Arm, kommt ins Krankenhaus und erfährt dort, dass die Untersuchung gegen ihn wegen Mordes läuft. Nach dem Krankenhausaufenthalt gerät er in eine Zelle mit deutschen Gefangenen. Hier herrschen die alte Hierarchie und der alte faschistische Geist, mit General Eisensteck und Major Lundenbroich an der Spitze. Der sich unschuldig fühlende Niebuhr wird von den wirklichen Verbrechern als einer der ihren aufgenommen. Er durchschaut sie langsam, isoliert sich, wehrt sich, begreift aber auch etwas von der Schuld, in die er mitverstrickt ist. Kann er seine Unschuld beweisen?
Regie
Frank Beyer
Produzent
Unidoc
Film
KINOSTART
21.01.1983  
95 min
Kalender
31.05.2019 | TV-SENDUNG
rbb