Der Stein
1934. Eine jüdische Familie muss ihr Haus in Dresden verkaufen. Das Geschäft wird niemand Glück bringen. Mit den politischen Systemen wechseln in den folgenden Jahrzehnten auch die Hausbewohner. Das Stück zeichnet verschlungene Lebenslinien bis in die 90er Jahre nach. Im Zentrum stehen dabei Mutter und Tochter der Familie, die das Haus in den 30ern unter fragwürdigen Umständen erwarb. Es geht um vielfältige Ansprüche, moralischer, rechtlicher und ganz praktischer Art, um profanes Besitzstreben und um das Nichtloswerden von „Vergangenheit“. Schuld und Verdrängung werden deutlich, eine lange aufrechterhaltene Familienlegende zerbricht. Und immer wieder sind es dabei die Frauen, die das Leben meistern müssen, während sich die Männer davongemacht haben. --- Mit kühnen Zeitsprüngen und widersprüchlichen Figuren vergegenwärtigt Marius von Mayenburgs neues Stück exemplarische Konflikte der jüngeren deutschen Geschichte.
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Besetzung
5D, 1H
Übersetzungen
Englisch von Maja Zade: The Stone
Französisch von Hélène Mauler und René Zahnd: La Pierre
Italienisch von Roberta Cortese: La pietra
Kantonesisch von Tang Ching Kin
Litauisch von Jūratė Pieslytė: Akmuo
Polnisch von Jacek Kaduczak: Kamien
Portugiesisch von Ricardo Braun: A Pedra
Portugiesisch (Brasilien) von Marcos Barbosa: A Pedra
Russisch von Anastassia Risch-Timasheva: Kamen'
Serbisch von Drinka Gojković: Kamen
Tschechisch von Petr Štědroň: Kámen
Türkisch von Sibel Arslan Yeşilay: Taş
Theater
URAUFFÜHRUNG
31.07.2008   Salzburger Festspiele
R: Ingo Berk
Koproduktion
URAUFFÜHRUNG
02.10.2008   Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
R: Ingo Berk
Koproduktion
Kalender
26.10.2019 | AUFFÜHRUNG
Schauspiel Essen
R: Elina Finkel