Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch
(Originaltitel im Spanischen: Prefiero que me quite el sueño Goya a que lo haga cualquier hijo de puta)
Ein durchschnittlicher 50-jähriger Familienvater beschließt eines Tages, mit seinen zwei Söhnen, sechs und elf Jahre alt, sein komplettes Erspartes auf den Kopf zu hauen: 5000 Euro, die er über die Jahre hinweg mühsam zurückgelegt hat. Die Kinder wollen nach Disneyland, der Vater jedoch hat andere Pläne: Drogen, Alkohol, Essen, Huren und ein Philosoph sollen ihm und seinen Kindern den Weg in die Nacht bereiten. Der Vater sorgt für das leibliche und geistige Wohl, besorgt Tortilla und Whisky, lässt Sloterdijk einfliegen, ruft ein Taxi und macht sich mit seinen Kindern auf in den Prado, wo sie angesichts der Gemälde von Goya ihre Existenz feiern. Mit „Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch“ hat Rodrigo García einen wahnwitzigen Monolog geschaffen, in dem ein Mann mit dem westlich-zivilisierten Verständnis von Vergnügen und Genuss abrechnet.
Theater
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
05.03.2011   Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
R: Rodrigo García