ARCHE NOA
Das Ende vom Schluss
In einem Supermarkt tauen die Kühltruhen. Die Aushilfe Simone ist die Letzte, die hier noch das Sagen hat. Sie managt den Ausverkauf. Draußen vor der Tür wabert ein vernichtender Nebel. Wo der herkommt, weiß niemand. Manche können sich vor ihm noch verbergen, Zeit schinden, hoffen, dass er sich verzieht, dass sie noch einmal davonkommen. Sie finden Unterschlupf bei Simone, wenn sie zahlen können. Wenn sie noch kaufen, was in den Regalen langsam feucht wird. Dietmar, der Anwalt, hofft, sich retten zu können. Er war früher Milchbauer und weiß, wie die Dinge laufen. Eine Mutter, die ihre Kinder verheizte, um das Schiff am Laufen zu halten, ein Bundeswehrsoldat mit Spezialkenntnis im Lenken von tödlichen Drohnen und Gott persönlich erzählen sich Geschichten, Lebenslügen und Visionen, um dem Unvermeidlichen zu trotzen.

„… Das Stück ist so komplex wie der alles vernichtende Nebel selbst: … Aber der Nebel ist eben auch Metapher für die Orientierungslosigkeit, den fehlenden Durchblick der Handelnden und Produkt all des uninformierten Quasselns, das mehr vernebelt als erklärt.  … gebannt ist man von grotesken Binnenlogiken, geschlossenen Argumentationsstrukturen und sorglos zur Schau gestellter Gier.“ (Georg Kasch „Gott ist müde“, Nachtkritik April 2020)
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Besetzung
2D, 4H
Theater
URAUFFÜHRUNG
09.05.2020   Theater Chemnitz
R: Matthias Huber