12.10.2018 | Theater | Premiere
Berliner Ensemble: "Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago" von Alice Birch und Marlene Streeruwitz. Regie Christina Tscharyiski, Ausstattung Verena Dengler und Dominique Wiesbauer
Doppelpremiere am 13.10.2018 im Kleinen Haus. Beginn 19.30 Uhr.
Bild: William Minke
Die Regisseurin Christina Tscharyiski inszeniert die feministische Doppelpremiere: Revolt. She said. Revolt again./Mar-a-Lago. in Zusammenarbeit mit der Rapperin Ebow und den KünstlerInnen Verena Dengler und Dominique Wiesbauer.
"Mar-a-Lago" von der österreichischen Schriftstellerin Marlene Streeruwitz ist ein Auftragswerk. Das Werk verhandelt Bilder heutiger Weiblichkeit, Emanzipation und weiblicher Selbstbehauptung. Dabei seziert Streeruwitz radikal den weiblichen Blick auf den Prinzen, den rettenden, beschützenden Mann und erzählt von Macht und Ohnmacht. Fünf Frauen unterschiedlichen Alters treffen auf den weißen, den geliebten Mann und setzen sich in 5 Stationen mit bösem Witz und großer Komik mit den Mechanismen und Klischees patriarchaler Strukturen auseinander. Die britische Dramatikerin Alice Birch ist 1986 geboren. Ihr Stück "Revolt. She said. Revolt again." ist ein feministisches Manifest in vier Akten und stellt auf höchst unterhaltsame Weise den Status Quo vom Verhältnis zwischen Frau und Mann in Frage."Girl meets Boy. Könnte man denken. Aber was passiert, wenn in dieser Begegnung nichts ist wie gelernt? Wenn „Girl“ nicht den gesellschaftlichen Erwartungen und Regeln entspricht, sondern vielmehr in ihrer Begegnung mit dem anderen Geschlecht und der sie umgebenden männlich dominierten Welt auf ihrer Individualität und Eigenständigkeit beharrt. Sie lässt sich nicht besitzen, nicht benutzen, nicht domestizieren – will sich nicht fortpflanzen, nicht heiraten und auch ihr Sex gehört ihr. (© Berliner Ensemble)