06.11.2019 | Theater | Premiere
„Regime der Liebe“ von Tanja Šljivar
DSE am DT Berlin, Regie Nazanin Noori
„Komödie über Arrangements in Liebesbeziehungen“ lautet der nicht unumständliche Untertitel dieses Diskurslustspiels. Er ist Programm. Von der Monogamie über die offene Zweierbeziehung, von der Liebe zu dritt bis zur Polyamorie reichen die Versuchsanordnungen, denen die Amouristen sich unterwerfen und in deren Beschreibung sie sich heillos verheddern, bis sie von der nächsten Pointe erlöst werden – oder auch nicht.

Tanja Šljivar: „Noch immer findet Liebe heute im patriarchalen Kontext der ungleichen Machtverhältnisse statt. Immer wenn wir uns verlieben, steckt darin auch ein Stück Slapstick-Komödie – wir rutschen immer wieder auf der gleichen Bananenschale aus, aber immer an einer anderen Ecke.“

Nazanin Noori: „Ich erzähle das Stück in einer posthumanistischen Zeit und platziere die Diskurse (Konsum des Romantischen, Identität im Zeitalter der Neuen Medien, Machtmechanismen in verschiedenen Liebesformen) in den Rahmen einer psychologischen Satire, die sich an der Erzählsprache des Neo-Noir orientiert.“