03.04.2007 | Theater
Uraufführung "Pelle der Eroberer" am 28.04.2007 in Dresden
"Pelle der Eroberer" nach dem gleichnamigen Roman von MARTIN ANDERSEN NEXÖ, Bühnenbearbeitung von Caren Pfeil UA Theater Junge Generation, 28.04.2007, Regie Gerald Gluth

Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Der alte Lasse ist vom Leben übergangen "wie ein liegengelassenes 5 Oere-Stück". Ein weichherziger, ängstlicher Mensch, der mit seinem kleinen Sohn Pelle aus Schweden kommt, um, wie so viele, auf der dänischen Insel Bornholm Arbeit zu finden. Sie landen auf dem düsteren Steinhof und ziehen in einen Verschlag im Kuhstall. Billige Handlanger, die schlechter gehalten werden als das Vieh. Pelle muß sich zurechtfinden in einem gemeinen, erbarmungslosen Umfeld. Er lernt mit den Tieren zu leben, den hinterhältigen Verwalter einzuschätzen und mit dem anderen Gesinde klarzukommen. Es ist oft unendlich schwer und demütigend, die rauhen Sitten dieser Steinhofwelt auszuhalten. Sein Vater, dieser bis zur Dummheit gutmütige, schwache Mann, kann ihm auf seltsam unmerkliche Weise helfen, seine Träume zu bewahren. Die bedingungslose Liebe Lasses zu seinem Sohn macht Pelle stark für ein Leben außerhalb des Hofes, den er mit 15 Jahren verlassen wird. Nicht zerbrochen, sondern bereit, für sein Glück zu kämpfen.

Der weltberühmte Roman von Martin Andersen Nexö erschien in vier Teilen zwischen 1906 und 1910. Caren Pfeils schlanke Bühnenversion bezieht sich auf Band eins "Barndom" (Kindheit). Die Autorin hatte aus dem episch breiten Entwicklungsroman bereits eine Hörspieladaption für den MDR gemacht, die auch als Hör-CD beim Audio Verlag erschienen ist.