03.11.2011 | Theater
"Hamlet"
Die Geschichte ist tausendmal erzählt: Hamlet, Prinz von Dänemark, kehrt nach Hause zurück, aber nichts ist wie es war. Der König tot, die Mutter mit dem Onkel neu verheiratet, der Friede in den Augen Hamlets nichts als Maskerade:

Könnte doch, dies so, so sehr verkommne Fleisch
Zerschmelzen, in Tau vergehen und verdunsten,
Weil doch des Ewigen Gebot dem Selbstmord
Strikt entgegensteht. Mein Gott.
Wie lästig, abgestanden, platt und unergiebig
Scheint mir all die Geschäftigkeit der Welt.
Ih. Bah. Ein Garten voll von Unkraut, das allein
Hier treibt. Gewächse, aus Natur schon geil und
Rücksichtslos, besetzen ihn in Gänze. Daß es so weit
Kommen sollte. (...)
Es ist nicht und es geht nicht gut.
Mein Herz wird brechen, weil ich schweigen muß.

(Übersetzung: WERNER BUHSS)