24.07.2013 | Theater
"Begehren" von Josep M. Benet i Jornet in neuer Übersetzung
Einen Nachmittag lang bis in die Nacht hinein bahnt sich das Begehren den Weg durch die Lebenslügen vier unterschiedlicher Menschen, deren Schicksale einerseits auf fatale Art und Weise, andererseits durch Liebe miteinander verknüpft sind.

"Begehren" von Josep Maria Benet i Jornet liegt nun in der gelungenen Übersetzung von Regisseurin Alia Luque und Dramaturgin Susanne Meister vor, die im Dezember 2012 am Thalia Theater Hamburg erfolgreich Premiere feierte:

„Die raue und verknappte Sprache des Autors, die Alia Luque gemeinsam mit Susanne Meister selbst für ihre Fassung ins Deutsche übertragen hat, potenziert [die] Kargheit. […] Nur vordergründig folgt ‚Begehren‘ einem Erzählstrang, eine Spezialität des Autors. Tatsächlich unterläuft Josep M. Benet i Jornet ständig die Erwartungshaltung des Zuschauers, indem er Türen der Geschichte öffnet, doch die Zugänge dahinter vermauert. […] Genau diese abrupten Brüche sind es, die den Freiraum für Assoziationen bieten, den viele Gegenwartsdramen vermissen lassen.“   (Annette Stielke, DIE WELT, 17.12.2012)