02.03.2016 | Theater
Nominierungen 41. Mülheimer Theatertage "Stücke 2016"
"ZWEITE ALLGEMEINE VERUNSICHERUNG" von Felicia Zeller ist ein grotesk-fantastisches Stück über narzisstisch-depressive Menschen, die auch im Angesicht der Apokalypse nur um sich selbst kreisen. Judith von Sternburg schrieb anlässlich der Uraufführung am 19.02.2016 am Schauspiel Frankfurt in der Franfurter Rundschau: „Es geht um Ratlosigkeit und die muntere Erschöpfung unserer Tage, um die nicht zuletzt daraus erwachsende Kombination aus Verächtlichkeit und Entschuldigungswahn. [… ] Es geht um eine Schein- und Nichtseinwelt, in der schon die Wendung „Ich bin ein Mensch“ als Mantra reicht.“

Fritz Katers "BUCH" wurde am 10.04.2015 an den Münchner Kammerspielen in Koproduktion mit dem Staatstheater Stuttgart uraufgeführt. In fünf Episoden erfindet Fritz Kater eine Chronik der letzten 50 Jahre. Eine faustische Spurensuche nach dem Sinn des Lebens. Armin Petras, der Uraufführungsregisseur, in einem Interview über seinen schreibenden Kollegen in der Süddeutschen Zeitung am 16.04.2015: „Utopie, Phantasie, Liebe und Tod, Instinkt und Sorge. Wenn ich richtig verstehe, sind das aber nur fünf Zutaten aus einer Milliarde Zutaten des Lebens. Diese fünf haben den Autor besonders interessiert.“

Außerdem nominiert sind: „Und dann kam Mirna“ von Sibylle Berg (Maxim Gorki Theater, Berlin), „Drei sind wir“ von Wolfram Höll (Schauspiel Leipzig), „Bilder von uns“ von Thomas Melle (Theater Bonn), „The Situation“ von Yael Ronen & Ensemble (Maxim Gorki Theater) und „dosenfleisch“ von Ferdinand Schmalz (Burgtheater Wien / Deutsches Theater Berlin).

Wir gratulieren!