Biljana Srbljanović
Autorenbild Bild: Ivan Sijak
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1970 in Belgrad geboren. Sie studierte Dramaturgie- und Theaterwissenschaften an der Universität der Künste Belgrad und arbeitete dort ab 1997 als Lehrbeauftragte. 1995 schrieb sie ihr erstes Stück „Belgrader Trilogie“. Die Belgrader Uraufführung wurde 1998 zur Biennale nach Bonn eingeladen. Im gleichen Jahr wurde „Familiengeschichten Belgrad“ auf dem Theaterfestival von Novi Sad als bestes Stück ausgezeichnet. Die Deutschsprachige Erstaufführung erfolgte 1999 am Hamburger Schauspielhaus in der Regie von Anselm Weber. „Der Sturz“ wurde 2000 in Budvar uraufgeführt. „Supermarket – soap opera“, ein Auftragswerk der Schaubühne Berlin und der Wiener Festwochen, wurde 2001 in Wien uraufgeführt.
Während der Nato-Luftangriffe auf Jugoslawien 1999 veröffentlichte Biljana Srbljanović u.a. in der Zeitschrift „Spiegel“ Tagebuchaufzeichnungen, kritische Situationsberichte und Essays, die sie international bekannt machte. Während einer Gastdozentur im Wintersemester 2002/03 in New York schrieb sie ihr Stück „God save America“, das im Herbst 2003 in Belgrad uraufgeführt wurde. Es folgten 2006 ihr Stück „Heuschrecken“ (DEA am 22.04.2006 am Staatstheater Stuttgart, Regie: Barbara David-Bruesch) und 2008 „Barbelo“, ein Auftragswerk des Schauspiel Essen (DEA am 20.02.2009, Regie: Anselm Weber). Ihr Stück „Das Leben ist kein Fahrrad“ entstand als Auftragswerk für das Schauspielhaus Bochum (UA am 03.12.2011, Regie: Anselm Weber) und ging zurück auf eine Rede, die sie im Januar 2010 am Wiener Burgtheater gehalten hatte. 2014 schrieb sie „Dieses Grab ist mir zu klein“ für das Schauspielhaus Wien (UA am 16.10.2013, Regie: Michał Zadara).
Sie erhielt mehrere Preise, u.a. 1999 den Ernst-Toller-Preis und 2007 den renommierten Europe Prize New Theatrical Realities beim Premio Europa in Thessaloniki, die Zeitschrift „Theater heute“ zeichnet ihr Stück „Heuschrecken“ 2006 als eines der besten ausländischen Dramen des Jahres aus.