Urs Egger
Regisseur
Autorenbild Bild: Steffen Junghans
Urs Egger wird in der Schweiz geboren. Während seiner Regie-Ausbildung am American Film Institute in Los Angeles ist er als Film-Korrespondent für die "Neue Zürcher Zeitung" und andere Medien tätig. Nach seiner Ausbildung assistiert er Regisseuren wie John Frankenheimer, John Glen, Nicolas Gessner und Yves Boisset. Für den Fernseh-Zweiteiler "Opernball" (1998) wird Urs Egger in der Kategorie "Beste Regie" unter anderem beim Monte Carlo TV Festival mit der Silbernen Nymphe und dem Goldenen Gong ausgezeichnet, zudem erhält er den Cinema Jupiter für den besten TV-Film des Jahres 1998. Für den Kinofilm "Kinder der Landstraße" (1992) wird Egger mit internationalen Auszeichnungen wie dem Prix du Jury des Festival Amiens sowie dem Preis in der Kategorie "Best Foreign Film" beim Festival Fort Lauderdale, USA geehrt. Für die international produzierte Henning Mankell-Adaption "Die Rückkehr des Tanzlehrers" wird Urs Egger 2004 mit dem österreichischen Fernsehpreis Romy für den besten Film ausgezeichnet. Eine weitere Romy erhält er für die Regie des Filmes "Tod eines Keilers". Sein Film "An die Grenze" erhält fünf Grimme-Preise. Thematisch spannend bleiben seine folgenden Fernsehfilme, u.a. "Brief an mein Leben" (2015) über das Burnout-Syndrom und "Bankraub" (2015), ein Wirtschaftsdrama über die Finanzkrise 2008. "Der Fall Bruckner", der sich mit dem harten Alltag des Jugendamts beschäftigt, wird 2015 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet und Urs Egger mit dem Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie "Regie". Sein bisher aufwändigster historischer Film entsteht 2016: der TV-Zweiteiler "Gotthard" über den Bau des Gotthard-Tunnels 1882, die bis dahin größte Filmproduktion des Schweizer Fernsehens, koproduziert u.a. von ZDF und ORF. Er ist Mitglied der deutschen Filmakademie.
Am 18.01.2020 stirbt Urs Egger in Berlin.
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