David Wnendt
Regisseur, Drehbuchautor
Autorenbild Bild: Peter Hartwig
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David Wnendt, geboren 1977 in Gelsenkirchen, wächst als Sohn eines Diplomaten in Islamabad, Miami, Brüssel und im rheinländischen Meckenheim auf. Nach dem Abitur zieht er 1997 nach Berlin. Es folgen diverse Tätigkeiten, u. a. als Beleuchter, Regie- und Produktionsassistent bzw. Cutter bei Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen. Eine Hospitation nimmt er am Odéon Théâtre in Paris wahr. Bis 2004 studiert Wnendt Betriebswirtschaftslehre und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Nachdem er bereits als 18-Jähriger einen ersten Kurzfilm realisiert hat, studiert er parallel für ein Jahr an der bekannten Prager Filmhochschule FAMU.

Nach seinem abgeschlossenen Magisterstudium studiert er ab 2004 an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Dort lässt er sich bis 2011 zum Film- und Fernsehregisseur ausbilden. Während seines Studiums inszeniert er 2005 den 17-minütigen Kurzfilm "California Dreams" über einen jugendlichen Außenseiter, der zu seinem 14. Geburtstag die Schule schwänzt, um den titelgebenden Frisör in einer Berlin-Marzahner Plattenbausiedlung zu besuchen. 2007 folgt der 60-minütige Spielfilm "Kleine Lichter", der 2008 von ARTE ausgestrahlt wird. In dem Drama schlüpft Rosalie Thomass in die Rolle einer Babysitterin, die nach dem Unfalltod ihres querschnittsgelähmten Schützlings von einem älteren übergewichtigen Arbeitslosen (Marc Zwinz) aufgenommen wird.

Erfolg ist Wnendt mit seinem Abschlussfilm an der Filmhochschule, "Kriegerin" (2011), beschieden. "Kriegerin" wird 2012 mit dem Deutschen Filmpreis in Bronze sowie dem Darstellerpreis für Alina Levshin ausgezeichnet, während Wnendt den Deutschen Filmpreis als bester Drehbuchautor, den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsregisseur und den First Steps Award erhält.

Anfang 2012 beginnen die Arbeiten an Wnendts zweitem Kinofilm, die Verfilmung des Bestsellers "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche. Der Film läuft am 22. August 2013, nach der Weltpremiere am 11. August 2013 im Wettbewerb des Filmfestivals Locarno, in den deutschen Kinos an.

2015 startet David Wnendts dritter Kinofilm, die Hitler-Satire „Er ist wieder da“, der von Mythos Film und Constantin Film produziert wurde, in den Kinos. Der Film wird bei der 68. Verleihung des BAMBI in der Kategorie „Film National“ ausgezeichnet. Außerdem gewinnt er den CIVIS Kinopreis 2016.

David Wnendt ist verheiratet und lebt in Berlin.