Jewgeni Schwarz
Jewgeni Schwarz wird am 21. 10. 1896 in Kasan geboren und wächst im nördlichen Kaukasus auf. Bis zur Revolution studiert er Jura in Moskau und Rostow. Er nimmt Gelegenheitsjobs an und ist Mitglied einer Amateur-Theatergruppe. Ab 1922 arbeitet er redaktionell für Zeitschriften und mit Daniil Charms an einem Kinderbuch. Er wird Lektor im Staatsverlag OGIS, 1930 Theaterdramaturg, dann freier Schriftsteller. 1931 beginnt die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nikolai Akimow, der fast alle Schwarz-Stücke uraufführt. Seinen ersten größeren Bühnenerfolg feiert er 1938 mit der Schneekönigin. 1941 während der Leningrader Blockade wird er evakuiert, lebt bis zum Kriegsende in Taschkent, wohin auch das „Theater der Komödie" verschickt wird, mit dem er eng zusammenarbeitet. Für seine Geschichte einer jungen Ehe erhält er keine Spielerlaubnis, Der Drache wird 1944 nach zwei Generalproben bei einem Gastspiel in Moskau verboten. In den Nachkriegsjahren wird die Zensurpraxis verschärft, Schwarz’ Märchenstücke werden kaum gespielt. 1949 beginnt er mit Tagebuchaufzeichnungen, die postum als Memoiren veröffentlicht werden. Er stirbt nach langer schwerer Krankheit am 15.1.1958 in Komarowo bei Leningrad. Jewgeni Schwarz schrieb etwa 30 Theaterstücke.