Aischylos
Geboren um 525/24 v. Chr. in Eleusis (Attika) und gestorben 465/55 v. Chr. auf Gela (Sizilien), zählt neben Sophokles und Euripides zu den drei großen griechischen Tragikern des vorchristlichen Jahrhunderts. Von den 90 ihm zugeschriebenen Stücken sind 79 überliefert. Vollständig erhalten sind allerdings nur 7 Werke, unter anderem "Die Perser" (472) oder "Sieben gegen Theben" (467). Er arbeitete nicht nur als Autor, sondern auch als Schauspieler und Regisseur. Er gilt als eigentlicher Begründer der Tragödie als literarischer Kunstform. Er führte den zweiten Schauspieler ein, reduzierte die Bedeutung des Chors und verstärkte so die Handlung und den dramatischen Dialog. In seinem Leben und seinen Stücken war er von der Gerechtigkeit der göttlichen Weltordnung überzeugt. Ihm wurde als erstem Dichter das Wiederaufführungsrecht seiner Werke zugesprochen.