Wladimir Majakowski
Geboren 1893 in Bagdadi, einem georgischen Ort, der 1940 in „Majakowski" umbenannt wird. 1908 Anschluss an den bolschewistischen Strang der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Aufgrund seines politischen Engagements mehrfache Haftaufenthalte. 1910 Studium an der Kunsthochschule in Moskau. Zwei Jahre später verfasst Majakowski zusammen mit den russischen Futuristen das Manifest „Eine Ohrfeige für den öffentlichen Geschmack“. Im Almanach der Futuristen veröffentlicht er erste Gedichte. 1918 Arbeit im Volkskommissariat für Bildungswesen. Da Mitte der 20er Jahre die Zeit avantgardistischer Experimente in der Sowjetunion beendet ist, ihm die Ausstellung eines Auslandsvisums verweigert wird und seine Stücke nur noch selten zur Aufführung gelangen, resigniert Majakowski zunehmend. Die unglückliche Liebe zu der Schauspielerin Veronika Polonskaja verstärkt seine Verzweiflung. 1930 begeht er in Moskau vermutlich Selbstmord.