Alice im Wunderland
(Originaltitel im Englischen: „Alice's Adventures Under Ground“)
Alice folgt dem tiefgefrorenen Kaninchen durch die Kanalisation in den Untergrund in die Wunderwelt der Gestalt gewordenen Träume und Spiele. Alle dort sind verschroben und zugleich vertraut. Teddy trägt ein Gebiß und ist Doktor. Zwei Puppen sind bereit zum Mord. Alice erlebt einen rasanten Wechsel zwischen Schrumpfung und Dehnung. Sie ist entweder zu groß oder zu klein. Jegliche bekannte Ordnung ist aufgehoben. Sie palavert mit der Raupe über Verwandlungen, diskutiert mit Ratten über Sinnestäuschungen. Die Perspektiven stimmen nicht mehr, und die Worte kommen falsch heraus. Klapperstorch und Osterhase lümmeln arbeitslos in Liegestühlen herum, da Alice nicht an sie glaubt. Grinsekaters diabolisches Lächeln hängt im Raum, durch den das gehäutete Kaninchen pest, um sich selbst köstlich zuzubereiten. Nach einem makaber komischen Finale, in dem sämtlichen verpuppten Gestalten der Garaus gemacht wird, erwacht Alice vor ihrem Fernseher. Die Dramatisierung sprüht vor respektlosen Einfällen, ohne dabei den Klassiker zu zerstören. Eine Sternstunde für (Puppen)Theater.
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Bearbeitung
Soeren Voima↗
Besetzung
10 Darsteller, Besetzung variabel
Theater
URAUFFÜHRUNG
15.11.1997   Schauspiel Frankfurt
R: Tom Kühnel / Robert Schuster