Anatomie Titus Fall of Rome
Ein Shakespearekommentar
Die Materialgrundlage des umfangreichen Stücks findet sich in Shakespeares früher Tragödie TITUS ANDRONICUS, die einen mit archaischer Grausamkeit geführten Kampf um die Macht im alten Rom beschreibt. Heiner Müller geht, anders als noch in seiner „Macbeth" - Adaption, sehr frei mit diesem Material um. Er zieht ganze Szenenkomplexe zu Versberichten zusammen, baut Dialogpassagen um, verändert Figurenprofile und löst sich am stärksten dort von seiner Vorlage, wo er Kommentare zu den Stückvorgängen einschaltet. So entsteht ein Theaterstück, dessen Form durch den permanenten Wechsel der Textgestaltungsperspektiven eine fragmentarische geworden ist, dessen Handlungsablauf aber durchaus ein geschlossener und der Shakespeareschen Vorlage verpflichteter bleibt.
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Besetzung
3D, 17H, variabel
Übersetzungen
Englisch von Julian Hammond: Titus Anatomy Fall Of Rome
Englisch (US) von Carl Weber und Paul David Young: ANATOMY TITUS FALL OF ROME A SHAKESPEARE COMMENTARY
Französisch von Jean-Louis Besson und Jean Jourdheuil: Anatomie Titus Fall of Rome
Niederländisch von Marcel Otten: Anatomie Titus Fall of Rome. Een Shakespearecommen
Ungarisch von András Forgách
Theater
URAUFFÜHRUNG
14.02.1985   Schauspielhaus Bochum
R: Manfred Karge / Matthias Langhoff, Mitarbeit: Klaus Kusenberg
DDR-ERSTAUFFÜHRUNG
03.07.1987   Staatsschauspiel Dresden
R: Wolfgang Engel