An die Grenze
2007
Im Sommer 1974 kommt Alexander Karow zu den Grenztruppen der DDR, die bei der zivilen Bevölkerung kein gutes Ansehen genießen. Sein Vater, ein angesehener Chemieprofessor, wollte dem Sohn den Wehrdienst durch seine Beziehungen zwar ersparen, doch Alexander lehnt sich auf. Er will keine Sonderbehandlung und seinen eigenen Weg gehen. Der führt ihn als Wachsoldat nun erst einmal an die Grenze: Wachtürme, Stacheldraht, Selbstschussanlagen, vermintes Gelände. Als Sohn eines "Bonzen" ist er den Schikanen der älteren Soldaten noch mehr ausgeliefert als die anderen Neulinge in der Kompanie. Vor allem der Gefreite Kerner hat es auf ihn abgesehen, verliebt sich Alexander doch in die junge Bäuerin Christine, um die sich Kerner schon seit langem vergeblich bemüht. Während die anderen Soldaten vor dem Fernseher mit dem Team der DDR bei der Fußball-WM mitfiebern, schleicht sich Alexander heimlich zu seinen Rendezvous und begibt sich dabei immer mehr in Gefahr. Christines Bruder Knut rebelliert gegen den Staat und will die DDR verlassen. Nun soll Alexander ihm die Flucht in den Westen ermöglichen.
Der Film erhielt 1998 den Adolf-Grimme-Preis.
Regie
Urs Egger↗
Produzent
Colonia Media
Film
ERSTAUSSTRAHLUNG
07.09.2007   ZDF
89 min