Hyperion
Nach Friedrich Hölderlin
"Die Architektur von Friedrich Hölderlins "Hyperion" ist keine epische fortschreitende, sondern vielmehr eine lyrische, um nicht zu sagen: eine musikalische Komposition. In der ursprünglichen Mischung des "Hyperion"- Hörspiels wurde versucht, diese Komposition, 200 Jahre nach der Entstehung des Textes, zum "Tönen" zu bringen, indem Hölderlins Sätze als Partitur für eine orpheussche Reise dienen, nahezu durchgehend begleitet von der elektrischen Bariton-Gitarre", schreibt Autor und Regisseur Kai Grehn. Er inszenierte diesen 101 Minuten langen Hörgenuß teilweise im Hölderlinturm in Tübingen. In einer zweiten Mischung, dem sogenannten "Silence-Mix" (97 Minuten) wird die Musik unter allen Hölderlinturm-Szenen herausgenommen, um die Hölderlinsche Sprache "a capella" erklingen zu lassen.
"In der Tat, diese Prosa ist Musik, weiche schmelzende Klänge, von schmerzlichen Dissonanzen unterbrochen, endlich verhauchend in düstren, unheimlichen Grabliedern." (Friedrich Nietzsche 1860 über "Hyperion")
Ulrich Noethen ist Hyperion und Jule Böwe ist Diotima in dieser mit einer Bariton-Gitarren-Komposition unterlegten lyrischen Interpretation des großen Hölderlintextes.
Beide Aufnahmen gibt es auch in einer jeweils auf 87 Minuten gekürzten Fassung.
Autor
Kai Grehn↗
Hörspiel
URSENDUNG
SWR 2005
R: Kai Grehn
101 min