Hermes in der Stadt
Nach F. G. Jünger, W. Serner, B. Wagner u. a.
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Hermes, der schöngeistig zynische Gott der Verbrecher flaniert durch die moderne Zeit. In diesem episch angelegten Text entwickelt Trolle Bilder der im Dickicht unserer Städte und Köpfe rollenden physischen und psychischen Gewalt. Er betont gleichzeitig die Anonymität des Verbrechens, lässt A,B,C, ... X,Y,Z agieren, beginnend mit „kleineren Delikten" bis zur detailliert beschriebenen Inszenierung von Kindesentführung, Vergewaltigung, Mord. Trolle kontrastiert die maßlose Brutalität mit klassischer Schönheit, zitiert deutsche Lyrik, Poetik, antike Geschichte. Ein Stück, das Widerspruch und Auseinandersetzung unbedingt herausfordert.
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Besetzung
4 Darsteller, Besetzung variabel
Theater
URAUFFÜHRUNG
16.02.1992   Deutsches Theater Berlin
R: Frank Castorf