Des Kaisers neue Kleider
Nach H. C. Andersen
Der modeversessene Kaiser ist so eitel, daß er zwei falschen Webern viel goldenes und diamantenes Material gibt, um daraus den vortrefflichsten Stoff der Welt zaubern zu lassen. Sehen kann den nur ein guter, ehrlicher Mensch, sagen die Weber und bearbeiten die mit Luft klappernden Webstühle. Niemand gibt sich die Blöße, nichts zu sehen, alle bewundern den nackten Kaiser, bis ein Kind es endlich in die Menge schreit: Aber der hat ja gar nichts an. In der operettenhaft leichten Adaption Peter Dehlers kommt die Tochter des Kaisers nur zu ihrem Glück, wenn sie ihrem selbstverliebten Vater das nötige Kleingeld für ihre Hochzeit mit dem betrügerischen Webertrick abluchst. Und ein ganzer Hofstaat läßt sich sehenden Auges von einem orientalisch verkleideten Liebespaar singend und tanzend an der Nase herumführen.
Theater
URAUFFÜHRUNG
29.11.2004   Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin
R: Peter Dehler