Hamletmaschine
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Der Text – 1977 entstanden – ist Müllers sehr persönlicher Versuch über die eigene Stellung innerhalb geschichtlicher Abläufe nachzudenken. Shakespeares Figuren Hamlet und Ophelia benutzend, wird Erfahrenes und Erlebtes, Tatsächliches und Mögliches in unserer Welt ebenso assoziiert wie die unausweichliche Logik von Töten und Getötet werden, von täglicher Gewalt, Unterdrückung, Ausgeliefertsein und Unterwerfung.
Aber bereits 1977, ein Jahr nach der Entstehung des Textes, inszenierte Heiner Müller gemeinsam mit Harun Farocki sein Theaterstück für den Rundfunk und sprach selbst eine Rolle.

Mit Heiner Müller, Hildegard Schmahl, Ulrich Pleitgen und Otto Sander
In der DDR konnte der Text erst ab 1989 gespielt werden, als Müller ihn einfunktionierte in seine Hamlet-Inszenierung am Deutschen Theater Berlin. Mit der Gruppe "Einstürzende Neubauten" folgte 1990 die eigenständige Realisierung als Hörspiel.
Hörspiel
URSENDUNG
Funkhaus Berlin 1990
R: Wolfgang Rindfleisch / Blixa Bargeld
32'24 min