Die Möwe
Komödie in vier Akten
(Originaltitel im Russischen: Čajka)
Russland Anfang 20. Jahrhundert. Der Sohn einer bekannten Schauspielerin, Konstantin Trepljew, will Schriftsteller werden und hat ein kleines Theaterstück geschrieben, das am Abend auf einer improvisierten Bühne den anderen Gästen vorgespielt werden soll. Die Hauptrolle spielt seine Geliebte und Muse Nina. Trepljew fühlt sich nicht anerkannt von seiner Mutter und ihrem wesentlich jüngeren Freund Trigorin. Trigorin ist ein erfolgreicher Boulevardautor, der, vom Ruhm verwöhnt und innerlich ausgebrannt, nach Abenteuern sucht. Als er merkt, dass Nina für ihn schwärmt und sich zu ihm hingezogen fühlt, nutzt er die Situation aus und überredet sie, mit nach Moskau zu kommen. Nina verlässt Treplew und hofft auf eine große Karriere als Schauspielerin. Ein paar Jahre später kehrt sie wieder zurück - enttäuscht, gescheitert, verbittert. Trigorin hat sie verlassen, das gemeinsame Kind ist gestorben, ihre Karriere ein einziger Misserfolg. Trepljew hat zwar inzwischen bescheidene Erfolge als Autor, von seinen einstigen Idealen und Träumen ist aber auch ihm nichts geblieben. Als Nina ihn zum zweiten Mal verlässt, nimmt er sich verzweifelt das Leben.
Theater