Allerleirauh
ein spiel frei nach dem märchen der brüder grimm
Der Vater ist ein König und begehrt die Tochter zur Frau. Er überhört die Frevelrufe seiner Räte und erfüllt ihr alle Wünsche. Zaubert Kleider so leuchtend wie Mond, Sonne und die Sterne. Er schafft einen Mantel herbei, der aus tausenderlei Pelztieren zusammengesetzt ist. Er freut sich auf seine schöne Braut. Aber die nimmt Pelzwerk und Kleider und stiehlt sich davon. In den Wald, wo sie lebt wie ein Tier und endlich bei einer Jagd aufgestöbert wird. Ein Rauhtierchen, das Hilfsdienste in einer Schloßküche leisten darf. Kann auch mal ein Süppchen kochen und sonderbare, verwirrende Spuren im Haus hinterlassen. Denn abends auf dem Ball zieht sie die prächtigen Sachen an, wäscht sich das Gesicht und die Finger weiß, verzaubert den König und verschwindet wieder in den Schutz ihres Rauhtiermantels. Bis sie mit Hilfe des Narren endlich offen ihre Gestalt zeigen darf. Christian Martins sorgsame und kluge Dramatisierung dieses verschlüsselten Märchens bekommt durch den Narren eine spielerische Leichtigkeit.
Leseprobe [PDF]     Bestellen [PDF]
Literarische Vorlage
Jacob und Wilhelm Grimm↗
Besetzung
5 Darsteller, Besetzung variabel
Theater
URAUFFÜHRUNG
22.10.2001   Figurentheater Chemnitz
R: Manfred Blank