Weiberkomödie
Nach dem Hörspiel "Die Weiberbrigade" von Inge Müller
„Bühnenwirksame Ausgangssituation des Stücks ist eine nackt in einem Baggerteich badende Aktivistin einer Baustelle, die damit, wenn auch unfreiwillig, einiges Aufsehen und einen großen Auflauf von Zuschauern provoziert. Einige Schlosser schlagen sich die Köpfe blutig, und damit wird die Montage eines Kranes in Frage gestellt, was wiederum den Plan gefährdet. Wenn der Kran am Schluss des Stücks dann trotzdem umgesetzt und der Plan sogar vorfristig erfüllt werden konnte, so ist dies das Verdienst der „Weiberbrigade“, deren attraktive Brigadierin mit ihrer Badeneigung die Ursache aller Komplikationen war.“ (Volksstimme, Magdeburg 24.12.1970)

„Die Komödie besitzt wie die Tragödie die Tradition der Konfliktlösung mit Gewinnern und Verlierern, auch die sozialistische Literatur hat solchen Ausgang oft benutzt. Die von Heiner Müller gewählte Wertung der komischen Kollision verträgt diese Scheidung nicht. Um nun die endliche Gemeinsamkeit zu ermöglichen, benutzt er ein Mittel des Theaters, die Verkleidung, die sich bei der faktischen Gleichheit des Arbeitskostüms auf die Ausstaffierung der Männer mit Perücken reduzieren darf.“ (Theater der Zeit, 3/1971)
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Besetzung
6D, 8H, Statisten
Übersetzungen
Französisch von Jean-Louis Besson und Jean Jourdheuil: La Comedie des Femmes
Slowenisch von Milan Štefe: Komedija z ženskami
Theater
URAUFFÜHRUNG
18.12.1970   Bühnen der Stadt Magdeburg
R: Konrad Zschiedrich
BRD-ERSTAUFFÜHRUNG
04.11.1976   Stadttheater Würzburg
R: Michael Schindlbeck