Adlon und Brod
Zug-Stück
Zwei Männer in einem Zugabteil: Der eine, Adlon, 123, will gen Osten reisen, der andere, Brod, 112, gen Westen. Beide sind ihrer bisherigen Lebensweise überdrüssig und suchen Utopia. Adlon hat seinen Besitz in Spitalien aufgelöst und will nach dem armen Kraukrus, wo er noch Ursprünglichkeit und Investitionsmöglichkeiten wähnt, während Brod dem Alltagsgrau und dem Einheitsbrei in jenem unterentwickelten Land gerade entrinnen möchte. Sitzen beide im falschen Zug? Enttäuschungen und verdrängte Aggressionen bringen die beiden bald gegeneinander auf. Doch Ungewißheit und Angst bringen sie auch einander näher. Wie im Fiebertraum montieren sie die eigenen Lebenserfahrungen zu Zukunftsvisionen des jeweils anderen.
Theater
URAUFFÜHRUNG
23.09.1992   Theater Junge Generation, Dresden / Dresdner Hauptbahnhof, Gleis 9 - "Dortmunder Theaterzug"
R: Klaus-Peter Fischer