Delhi, ein Tanz
(Originaltitel im Russischen: „Tanec Deli“)
Im Besuchszimmer eines Krankenhauses begegnen sich, jeweils in anderer Zusammensetzung, mehrfach die gleichen Personen, wobei jedes Mal der Tod einer dieser Personen zu beklagen ist. Die Zeit scheint außer Kraft gesetzt, Vorgänge und Gespräche wiederholen sich, es kommt zu permanenten Déjà-vu-Erlebnissen. Einander verbunden fühlen sich diese Menschen durch Katja, eine junge Balletttänzerin. Katja hat nach einem Besuch in Neu-Delhi einen Tanz entwickelt, der sie nicht nur glücklich, sondern auch berühmt gemacht hat. Sie hat darin den Schmerz verarbeitet, den sie beim Anblick des Elends in Indien empfunden hat. Ob Katja selbst, ihre krebskranke Mutter, deren alte Freundin Lera, Katjas Geliebter Andrej und seine Frau Olga - sie alle tragen im Angesicht des Todes elementare Konflikte miteinander aus, ringen um Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, kämpfen an gegen Angst, Schuldgefühle, Eifersucht und finden immer wieder zu einem Punkt zurück: Mitgefühl ist die eigentliche Grundlage menschlichen Glücks. Wie in einem Reigen tauschen sie ihre Plätze, lieben und streiten sich, halten sich aneinander fest und lassen wieder los. So wird der Text selbst zu einem Tanz - voller Rhythmus und Poesie, sinnlich, leicht und wahrhaftig. Ein Stück von geradezu magischer Anziehungskraft und Ausstrahlung.
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Übersetzung
Stefan Schmidtke↗
Besetzung
5D, 1H
Übersetzungen
Bulgarisch von Galin Stoev: Танцът Делхи
Italienisch : La danza di Delhi
Litauisch von Rolandas Rastauskas : Šokis "Delhi"
Slowakisch von Romana Štorková Maliti: Tanec Dillí
Theater
URAUFFÜHRUNG
05.03.2010   Teatr Narodowy, Warschau
R: Iwan Wyrypajew
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
16.03.2012   Düsseldorfer Schauspielhaus
R: Felix Rothenhäusler
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG
14.10.2013   Armes Theater Wien
R: Erhard Pauer