Professor Mamlock
Ein Schauspiel
Berlin, Mai 1931 bis April 1933. Die Tragödie eines bürgerlichen deutschen Intellektuellen. Der weltberühmte jüdische Arzt Professor Mamlock erwartet Integrität auch vom skrupellosesten politischen Gegner. Er bemüht sich, seine Arbeit und seine Klinik von allen politischen Auseinandersetzungen freizuhalten. Seine Ideale: Hingabe an den Beruf, Korrektheit gegenüber dem Staat, Großzügigkeit gegenüber dem weltanschaulichen Gegner. Als die Faschisten die Macht übernehmen, beginnt der Terror. Die SA hat schon die Klinik besetzt. Dennoch verbietet Mamlock seinem Sohn Rolf, zusammen mit Kommunisten illegal gegen den Faschismus zu kämpfen. Rolf verläßt das Elternhaus. Aus Angst um das Erreichte, aus Blindheit gegenüber der Realität und im Vertrauen auf „das Gute“ im Menschen, arbeitet Mamlock unter den braunen Machthabern, bis er seine Loyalität nicht mehr erträgt und sich erschießt. Zu spät kommt seine Einsicht, daß der Weg des Widerstands, den sein Sohn Rolf gegangen ist, auch für ihn der richtige gewesen wäre.
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Besetzung
4D, 9H
Theater