Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Kinderhörspiel nach dem gleichnamigen Buch von Judith Kerr
1933 muss Annas Vater heimlich das Land verlassen. Er sucht eine Bleibe für seine Familie in der Schweiz. Anna begreift mit ihren neun Jahren noch nicht viel von den unheimlichen Ereignissen ringsum. Sie war bis gerade eben ein Kind wie alle anderen. Plötzlich ist es lebensgefährlich, in Deutschland zu bleiben. Sie sollen Juden sein, sagt man ihr, und ihr Vater, ein bekannter Journalist, legt sich mit den Nazis und vor allem mit einem grimmig guckenden Mann namens Hitler an. Anna muss nicht nur ihr Spielzeug zurücklassen, auch Heimpi, ihr Kindermädchen, bleibt in Berlin. Judith Kerr beschreibt in ihrem weltberühmten Kinderbuch den jahrelangen Fluchtweg der Familie. Von der Schweiz aus geht es nach Paris. Anna versteht dort kein Wort. Als sie endlich Französisch spricht, müssen sie schon wieder weiter. Nach England. Anna ist 12 Jahre alt. Heimatlos, auf der Flucht. Der 2. Weltkrieg ist noch nicht ausgebrochen. Christine Nagels behutsame Bearbeitung zoomt das damalige Emigrantenschicksal nah heran, ohne es aus seinem historischen Umfeld zu lösen.

Mit Imogen Kogge als Erzählerin, Lotte Arnaszus als Anna, Leo Burghardt als ihr Bruder Max, Conny Wolther als Mama und Felix von Manteuffel als Papa. Sowie Jutta Wachowiak als Heimpi, Friedhelm Ptok als Onkel Julius und vielen anderen.
Aus dem Englischen von Annemarie Böll

Das Hörspiel gewann den 2. Preis des MDR - Kinderhörspielwettbewerbs 2012
Hörspiel
URSENDUNG
19.06.2011   DLR Kultur 2011
R: Christine Nagel
55:23 min