Die Apokalypse kommt um 6 Uhr abends
(Originaltitel im Bulgarischen: „Apokalipsist idva v 6 večerta“)


Die Apokalypse ist nicht unbedingt eine globale Katastrophe, mit Reitern und Engelsposaunen, mit Feuer, Rauch und Schwefel. Sie ist eher minimalistisch und stumm. Das Ende der Welt ist manchmal eine sehr persönliche und alltägliche Sache“, heisst es zu Beginn des Stücks. Die Einwohner einer europäischen Kleinstadt durchleben diese Schrecken jeden Abend kurz vor den Sechsuhr-Nachrichten. Das ist die Minute, in der ein unsichtbarer Heckenschütze immer wieder einen Mord begeht. Angst breitet sich aus, die Menschen sind wie gelähmt. Jeder verdächtigt jeden, könnte Täter oder Opfer sein. Doch es passiert auch noch etwas anderes in dieser dämonischen Stunde: Sie wird zu einem Moment der plötzlichen Offenbarungen und Abrechnungen, Geheimnisse treten zu Tage, verborgene Gefühle bekommen Raum. Ein Akkordeonspieler sieht diesem Treiben zu, kommentiert es und begreift ebenso wie der Geschichtensammler, den er beobachtet: Wir leben, solange wir erzählen, und das ist unsere Chance.
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Übersetzung
Henrike Schmidt↗
Besetzung
2D, 4H, 1K
Theater
Frei zur DSE