Der arme Konrad
Schauspiel aus dem Deutschen Bauernkrieg 1514
Schon lange fühlen sich die Bauern des Remstals vom Fürsten ausgebeutet. Als man ihnen auch noch verbietet, ihr alljährliches ‚Spiel vom ehrsamen Narrengericht’ aufzuführen, beschließen sie den Aufstand. Mit einer List können sie die Ritter des Herzogs besiegen, und es gelingt ihnen, auch das herzogliche Schloss einzunehmen. Bauer Konz, den die Rebellen zu ihrem Anführer machen, verhandelt mit dem Herzog, der in alle Forderungen einwilligt. Doch er mißbraucht das Vertrauen der Bauern und greift sie wenig später heimtückisch an. Konz erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat und rüstet die Bauern zum Gegenschlag. Die Bauern, inzwischen untereinander zerstritten, unterliegen den Truppen des Herzogs und Konz stellt sich schwer verwundet. Der Herzog fordert ihn auf zu widerrufen, doch Konz zieht es vor zu sterben, um die gerechte Sache der Bauern nicht für immer zu begraben. --- Ein sozialkritisches Geschichtsdrama, das die Berechtigung revolutionärer Gewaltanwendung und das Verhältnis zwischen Machtposition und Volk hinterfragt. Heute besonders als Sommerspiel für die Freilichtbühne geeignet.
Leseprobe [PDF]     Bestellen [PDF]
Komposition
Paul Dessau↗
Besetzung
3D, 15H
Theater
BRD-ERSTAUFFÜHRUNG
27.03.1974   Landestheater Schwaben, Memmingen
R: Alf Reigl