Nacht ohne Sterne
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Was für eine Nacht. Kein Stern zu sehen. Als ich ein kleines Mädchen war, war der Nachthimmel immer voller Lichter. Alles voll. Als hätte Gott einen ganzen Sack voll Kristallzucker ausgeleert.

Eine Stadt, irgendwo in Europa. Die Wege ihrer Bewohner kreuzen oder trennen sich für immer in dieser sternlosen Nacht. Ständig heulen die Sirenen, auf den Straßen wird dauerdemonstriert. Zwei Männer werden getötet, einer im Theater, einer auf der Straße; ein Dritter, todkrank, stürzt sich aus dem Fenster. Es geht um Spielschulden und Schuldgefühle, um Existenzängste und die Sehnsucht nach ein wenig Glück und Sicherheit. Eine Schauspielerin mit Engelsflügeln rettet den einen und verlässt den anderen, eine Ärztin opfert sich im Beruf auf, ein Mädchen treibt ziellos durch die Straßen. Der Tod gesellt sich zu ihr, gibt ihr den Abschiedsbrief ihres Vaters. Er weiß als Einziger immer was zu tun ist, erledigt seine Arbeit – effizient und professionell. Spät (zu spät) treffen in der Bar a nox (fast) alle aufeinander. Betrunken "spazieren" sie durch den Friedhof ihrer Träume.
In der Morgendämmerung setzt sich die Freiheitstatue zu dem Mädchen. Nach 130 Jahren ist sie auf der Suche nach ein bisschen tatsächlicher Freiheit.
„Nacht ohne Sterne“ erzählt vom Dünnerwerden der Zivilisationsdecke in einer Zeit, in der terroristische Gewalt und soziale Ungleichheit Rechtspopulisten in die Hände spielen und die Gesellschaft sehr zerrissen scheint.
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Besetzung
5D, 5H, Der Tod, die Freiheitsstatue, Mehrfachbesetzung möglich
Theater
URAUFFÜHRUNG
25.03.2017   Slowakisches Nationaltheater Bratislava
R: Jan Luteran
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG
23.02.2019   Theater KOSMOS
R: Hubert Dragaschnig
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
20.04.2019   Schauspiel Leipzig
R: Gordon Kämmerer