Angefahrene Elche
Miriam und Aino waren sieben Jahre lang Kinderfreundinnen. Fast wie Schwestern. Die eine wohnt im 3. die andere im 2. Stock. Ganz unten lebt Lukas, der Schulverweigerer mit Zukunftsideen. Er konnte sich bisher nicht in ihr Leben schieben. Aber jetzt, wo sich alle abnabeln und neu verknüpfen müssen, wo es bei allen kracht und kriselt, macht er sich an Aino ran. Miriam klammert sich an Aino, aber die findet ihre alte Freundin plötzlich nur noch lästig. Zumal sich langsam durchstellt, dass Ainos Mutter und Miriams Vater die Eltern von Schreikind Emmy sind. Heimlich und peinlicherweise habe die beiden in einer Treppenhausaffäre noch ein Kind gemacht, wollen aber nicht gemeinsam für das Bündel sorgen. Denn da ist noch Ainos Vater. Ein Mann wie ein trauriger Bär. Ein Finne, der quartalsmäßig seinen Bürofrust wegsäuft . Und Miriams Mutter, die Geld verdient, aber an ihrer Tochter kaum Interesse zu haben scheint. Jeder in diesem Haus der sich aufräufelnden Patchworkkonstellationen möchte gut sein für die anderen, aber jeder und jede steht einsam da. Am Rande der Katastrophe oder am Anfang einer neuen Lebenskonstellation.
Ein dichtes Jugendstück über ungewollte Krisen, schrecklich tolerante Eltern, für die die jungen Menschen absolut nichts können und doch extrem davon getroffen werden.
(Für Zuschauer ab 12 / 13 Jahren)
Leseprobe [PDF]     Bestellen [PDF]
Besetzung
4D, 3H
Auszeichnungen
3. Preis unter dem Namen "Schwesten halb/halb"
2016 Coburger Forum junger Autoren Landestheater Coburg
Theater
Frei zur UA