Das Knurren der Milchstraße
Das Universum knurrt, die Erde vibriert und niemand hebt ab. Der postmigrantische Dramatiker Bonn Park hat das Metier gewechselt und ist jetzt ein postmigrantischer Redenschreiber. Er diktiert Wörter in die Münder von Menschen aus einer nahen und unwahrscheinlichen Zukunft. Deshalb ist dieser Text eindeutig dem Genre der Science-Fiction zuzuordnen! Diese Menschen hier sind katastrophal, mitunter gar mies und gemein, aber nun versuchen sie Dinge zu tun, tolle Dinge aus reiner Naivität, angenehm blöd, um die Welt anzuschieben, in einer Zeit, in der niemand mehr Dinge tut, vor allem nicht die Talentierten und Privilegierten, die irgendwann von Schaum und Internet gefressen werden. Ein abartig epochaler und pervers dummer Text ohne Altersbeschränkung, dafür nur für Leute, die bereit sind, sich der Überforderung der Welt zu stellen und aufhören können, über Leichen zu gehen. (Bonn Park)
"In irrwitzigen Bildern und magischen Monologen entwirft der Autor absurde Szenarien in einer fiktiven Zukunft mit Figuren aus Politik und Popkultur. ... Bonn Parks Stück ist rasant, präzise und humorvoll. Mit großer Fantasie und Visualität in der Sprache schafft er es, das Übel der Welt auf den Punkt zu bringen und die Absurdität der Weltpolitik aufzudecken. … „Das Knurren der Milchstraße“ ist ein Stück über unsere Zeit, düster und am Ende doch hoffnungsvoll. Eine Liebeserklärung an das Gute im Menschen". (Hakan Savaş Mican)

Besetzung: So viele wie nötig und ein fieser Kinderchor
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Autor
Bonn Park↗
Besetzung
1D, 2H, variabel
Auszeichnungen
Werkauftrag des Stückemarkts
2017 Theatertreffen/Stückemarkt Berlin
Übersetzungen
Französisch von Laurent Muhleisen: Le grognement de la voi lactée
Italienisch von Lea Barletti und Werner Waas: Il ringhio della via lattea
Katalanisch von Maria Bosom: El rugit de la Via Làctia
Tschechisch von Petra Zachatá: Kňourání mléčné dráhy
Theater
URAUFFÜHRUNG
15.09.2017   Theater Bielefeld
R: Bonn Park
ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG
11.01.2018   Universität Mozarteum Salzburg Abteilung für Schauspiel/Regie
R: Anita Vulesica