"Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago."
2018
Die Regisseurin Christina Tscharyiski inszeniert das feministische Doppelprojekt "Revolt. She said. Revolt again." von Alice Birch
und "Mar-a-Lago." von Marlene Streeruwitz mit Musik von Ebow.

Revolt. She said. Revolt again.
von Alice Birch / Aus dem Englischen von Marlene Streeruwitz
Deutschsprachige Erstaufführung

Girl meets Boy. Könnte man denken. Aber was passiert, wenn in dieser Begegnung nichts ist wie gelernt? Wenn „Girl“ nicht den gesellschaftlichen Erwartungen und Regeln entspricht, sondern vielmehr in ihrer Begegnung mit dem anderen Geschlecht und der sie umgebenden männlich dominierten Welt auf ihrer Individualität und Eigenständigkeit beharrt. Sie lässt sich nicht besitzen, nicht benutzen, nicht domestizieren – will sich nicht fortpflanzen, nicht heiraten und auch ihr Sex gehört ihr. Alice Birchs Stück "Revolt. She said. Revolt again." ist ein feministisches Manifest in vier Akten und stellt auf höchst unterhaltsame Weise den Status Quo vom Verhältnis zwischen Frau und Mann in Frage.

Mar-a-Lago.
von Marlene Streeruwitz
Uraufführung

Die Grande Dame der österreichischen Literatur, Marlene Streeruwitz, hat ein entschieden feministisches und gleichermaßen politisches Theaterstück für das Berliner Ensemble geschrieben. "Mar-a-Lago." verhandelt Bilder heutiger Weiblichkeit, Emanzipation und weiblicher Selbstbehauptung. Dabei seziert Streeruwitz radikal den weiblichen Blick auf den Prinzen, den rettenden, beschützenden Mann und erzählt von Macht und Ohnmacht. Fünf Frauen unterschiedlichen Alters treffen auf den weißen, den geliebten Mann und setzten sich in 5 Stationen mit bösem Witz und großer Komik mit den Mechanismen und Klischees patriarchaler Strukturen auseinander.

© Berliner Ensemble


Regie: Christina Tscharyiski
Ausstattung: Verena Dengler und Dominique Wiesbauer
Künstlerische Beratung: Clara Topic-Matutin
Theater
URAUFFÜHRUNG
13.10.2018   Berliner Ensemble
R: Christina Tscharyiski