Abendstimmung Afrika Digitalprint
Ein Regisseur will das totale Bild der afrikanischen Ausbeutung zeigen, von den Kolonialmächten bis zur Weltbank. Er weiß, dass er sich damit hoffnungslos übernommen hat. Aber er kommt nicht mehr raus aus seinem Projekt. Für jedes verhungernde Kind ein Wort. Für jede Million, die auf ein Schweizer Bankkonto fließt, ein Satz. Auf 1500 Seiten soll sich der letzt verbliebene Schauspieler um Kopf und Kragen reden. Auf dass das Theater sich endlich befreie aus dem Paralleluniversum arroganter Auswendiglerner. Falls es das überhaupt noch kann, angesichts von YouTube-Kanälen mit Millionenpublikum.

„… So stehen sie dann vor dem Publikum, der Autor, der sein eigener Regisseur ist, und der alleingelassene Darsteller von über 450 Figuren in diesem Afrika-Monster-Trip. Und sie zeigen den verzweifelten Kampf des Theaters um die Darstellung von Elend, Unterdrückung, Ausbeutung und Machtlosigkeit. … Entstanden ist eine wilde und trashige Satire über die endlose "Liste der Ungerechtigkeiten" und unsere unstillbare Gier nach jedem nur denkbaren "Haufen Scheiße", um überhaupt noch Geschichten erzählen zu können.“ (wienerzeitung.at, 10.5.2018)
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07.05.2018   Drachengasse Wien
R: Michael Schlecht