Ausgebrannt
Was will eine junge Städterin in der runtergekommenen Pension eines vergessenen Dorfes? Wer sollte sich denn für eine Fotostrecke über ein fast verlassenes Dorf im Osten Deutschlands scheren? Misstrauen und Unbehagen, aber auch Zuwendung und Offenheit machen sich breit. Sonja steht viel zu oft vor einer Brandruine, in der einst ein „Wessi“-Paar ums Leben kam. Was genau will sie hier eigentlich fotografieren außer ein paar leerstehenden Gebäuden und Hakenkreuzen? Doch nicht etwa die Menschen? Warum interessiert sie sich so sehr für deren Lebensgeschichten im Nachwende-Deutschland? Als die Gründe für ihren Besuch allmählich klar werden, geschieht ein Mord, der das Leben des pittoresken Dorfes aus den Fugen wirft.  
Calle Fuhr gelingt das spannende Portrait einer abseitig existierenden Gemeinschaft, die gerade in den Mittelpunkt vieler Debatten rückt. Er hinterfragt die Klischees von „denen da im Osten“ und versucht dabei die menschlichen Schicksale zu zeichnen, die die Nachwende-Zeit hervorgebracht hat.
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Besetzung
4D, 5H
Theater
Frei zur UA