Die Pest
2019
"Die Pest" nach dem Roman von Albert Camus ist bereits die vierte Arbeit des Regisseurs András Dömötör nach "zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden", "Solaris" und "König Ubu" am Deutschen Theater Berlin.

Die Presse schreibt:

rbbKultur
Barbara Behrendt, 16.11.2019
[…] beeindruck[end], wie gut es Dömötör geschafft hat, in diesem wirklich nur 80-minütigen Monolog die essenziellen Fragen des Romans so sinnlich, so bedrohlich, auf den Punkt auf die Bühne zu stellen. Und in welchen unterschiedlichen Aggregatszuständen Kocevski dann auch spricht […] ohne eitles Schauspieler-Tamtam in die Rollen schlüpft, das ist wirklich spannend, wie ein Thriller.
[...] Dömötör zeigt, wie man ganz ohne flache Aktualisierung mit so einem moralphilosophischen Text dann auch eine politische Botschaft vermitteln kann: Haltung zeigen, solidarisch sein, Mensch bleiben. Darum geht´s ja eigentlich.


Berliner Morgenpost
Ulrike Borowczyk, 18.11.2019

Regisseur András Dömötör und Enikő Deés haben Camus berühmtesten Roman dramaturgisch brillant für die Bühne adaptiert.
[...] "Die Pest" als fulminantes, rund 80 Minuten langes Solo [...]. Der fabelhafte Božidar Kocevski ist Doktor Rieux.
Seine [Božidar Kocevskis] Dialogszenen auf wechselden Stühlen, von denen irgendwann 14 auf der Bühne stehen, sind schlicht grandios. Und trotz des ernsten Themas hochkomisch.
Dömötör inszeniert das Kommen und Gehen des willkürlichen Grauens in einem angedeuteten Guckkasten. Die Grenze zwischen Bühne und Reaiität ist dabei leicht zu überwinden.


"In der algerischen Küstenstadt Oran bricht eine seltsame Seuche aus. Doktor Bernard Rieux ahnt, was alle anderen für unmöglich halten: Es ist die Pest. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen, die Stadt hermetisch abgeriegelt, alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Bald fordert die Krankheit mehr und mehr Opfer, gigantische Krankenstationen entstehen, später Massengräber. Der Arzt weiß, dass sein Kampf gegen die Seuche aussichtslos ist. Der Bazillus bleibt unbesiegbar, auch wenn die Pest Oran nach neun Monaten so unvermittelt wieder verlässt, wie sie gekommen ist." © Deutsches Theater Berlin

Bühne und Kostüme: Sigi Colpe
Musik: László Bakk-Dávid
Licht: Peter Grahn
Dramaturgie: Claus Caesar, Meike Schmitz
Besetzung: Božidar Kocevski

Premiere 15. November 2019
Box

www.deutschestheater.de
Theater
PREMIERE
15.11.2019   Deutsches Theater Berlin
R: András Dömötör